WYSIWYG - „What You See Is What You Get“

WYSIWYG [ˈwɪziwɪg] ist das Akronym für den Grundgedanken „What You See Is What You Get“ (englisch für „Was du siehst, ist [das,] was du bekommst.“) – auch als Echtbilddarstellung bekannt.[1] Bei echtem WYSIWYG wird ein Dokument während der Bearbeitung am Bildschirm genauso angezeigt, wie es bei der Ausgabe über ein anderes Gerät, z. B. einen Drucker, aussieht. Der Begriff wurde zuerst Anfang der 1980er im Zusammenhang mit Computer-Drucksatz-Systemen (Desktoppublishing) und Textverarbeitungsprogrammen verwendet.

Das erste in der Praxis verwendbare und auf dem Markt erhältliche Gerät war der Satz-Gestaltungs-Terminal (SGT), eine Entwicklung der österreichischen Firma Grafotron unter ihrem Chefentwickler Hannes Schöllauf. Der SGT konnte eine direkt auf einem Bildschirm grafisch richtig erstellte Seite in Satzkommandos einer Linotype CRTronic- oder Linotronic-Fotosetzmaschine umwandeln. Damit war man in der Lage, ohne Satzkommandos hergestellte Seiten zu belichten. Der SGT hat damit das spätere Desktop-Publishing vorweggenommen.

In den 1990ern wurde der Begriff WYSIWYG durch zahlreiche Programme aufgeweicht, bei denen das ausgegebene Dokument nur noch so ähnlich aussieht wie während der Bearbeitung. Insbesondere bei HTML-Editoren ist die Bezeichnung streng genommen nicht korrekt, da die Ausgabe einer HTML-Seite vom verwendeten Browser und dessen Voreinstellungen sowie eventuell den installierten Systemschriften abhängt und deshalb von Betrachter zu Betrachter stark variieren kann.

„Echtes“ WYSIWYG setzt auf modernen Computern die Konfiguration eines PostScript-kompatiblen Treibers und die Verwendung von PostScript- oder wenigstens TrueType-Schriften voraus. In der Zeit der Homecomputer wurde eine ähnliche Layouttreue erreicht, indem die Bildschirmanzeige in der ursprünglichen Auflösung an den Drucker gesendet wurde, wie es das Beispiel des Sinclair-Druckers veranschaulicht.

WYSIWYG wird neben den von Programmierern genutzten Editoren auch bei Redaktionssystemen und Content-Management-Systemen angewendet, um Redakteuren das Editieren von Webseiten auch ohne HTML-Kenntnisse zu ermöglichen.

Oft gibt es aber Umsetzungsschwierigkeiten zwischen geschriebenem Text und Darstellung, daher wird alternativ eine vereinfachte Auszeichnungssprache eingesetzt.

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